Nach dem schmerzlichen Abstieg im Jahre 2009 und der 2010 nur um ein einziges Törchen verpaßten Rückkehr in die Kreisliga, ist es jetzt endlich geschafft! EinenSpieltag vor Ende der Saison ist den Känguru-Damen der zweite Platz in der 1. Kreisklasse nicht mehr zu nehmen, der den Aufstieg in die Kreisliga bedeutet.
Bemerkenswert: vieles war an diesem 7. Mai 2011, an dem es gelingen sollte, anders als sonst: Svea Poguntke und Claudia Potocki mußten von vorneherein passen, dann bemerkte plötzlich auch noch Janine Wenker, daß es ja Samstag war und sie arbeiten mußte.
Die Anfahrt dauerte eine knappe Stunde, weil unsere Damen in den einzigen Stau des Tages gerieten, und damit war das dann auch die gefühlt längste Anfahrt zu einem Auswärtsspiel. In Hürth angekommen, mußten sich die späteren Kontrahentinnen entweder im Gang oder auf dem Schulhof einlaufen, da das Spielfeld noch belegt war -, auch in dieser Spielzeit noch nicht dagewesen!
Als es unsere Deckung so ca. 10 Minuten nach dem Anpfiff endlich raffte, daß die gegnerische Außenspielerin andauernd von der diagonal gegenüber positionierten Halben in Wurfposition angespielt wurde, da stand es bereits 4:1 für Hürth - Zeit für eine Auszeit und einen Weckruf des Trainers! Darauf folgte die stärkste Phase der Unseren: erweiterte TG-s und die einstudierten Spielzüge führten zu einer Wende und zur Pausenführung von 12:10.
In der 2. Halbzeit konnten sich Harry Müllers Schützlinge nie mit mehr als 3 Toren absetzen: sie begingen im Deckungsverband immer wieder die gleichen Fehler und litten zudem unter einer überharten Auslegung der 'Abwehr-durch-den-Kreis'-Regel seitens des Schiris, der der HGV Hürth im Laufe des Spiels insgesamt 14 Siebenmeter zusprach. Gottlob wurde davon nur die Hälfte verwandelt (4 von Mona Weinle gehalten!). Besonders krass waren die Leistungsunterschiede bei Verena Heiser: vorne top, in der Deckung - naja, Schwamm drüber!
Auf jeden Fall darf das 'Traumtor' von Mona Weinle nicht unerwähnt bleiben. Ihr verunglückter Paß auf die eigene TG-Spitze titschte über Freund und Feind - incl. der herausstürzenden Hürther Torfrau - hinweg zum wichtigen 16:13-Zwischenstand in die gegnerischen Maschen.
Hilfreich war auch, daß unserer Damen zum ersten Mal in dieser Saison von einem akustischen Übergewicht ihrer Fans getragen wurden. Als sich dann auch noch Steffi Hentschel anschickte, ihre Torquote mit den beiden letzten Treffern des Spiels von 25 auf 50% zu schrauben, wurden vom Anhang schon die letzten Sekunden heruntergezählt. Sieg und Aufstieg! Menschenpyramiden auf dem Spielfeld und anschließend vergorener Traubensaft auf dem Schulhof. Beim Einschütten zitterten den meisten doch noch ein wenig die Hände: immerhin war es der knappeste Sieg mit den meisten Gegentoren der Saison gewesen (wenn man von den beiden Niederlagen gegen Dünnwald und Frechen einmal absieht.
Nach der Pflicht nun noch die Kür! An diesem Sonntag (15.5.11) um 19,00 Uhr geht es in der IGS an der Sürther Straße gegen den Tabellenführer TV Dünnwald II um die Meisterschaft in der Klasse. Freilich müßte ein Sieg mit mindestens 6 Toren Unterschied her, um Dünnwald noch abzufangen. Völlig unmöglich wäre das in Bestbesetzung aber nicht!
Gegen die HGV HÜRTH spielten:
Mona Weinle (TW / 1 Tor), Verena Heiser (6). Julia Kröll und Gila Busse (je 4), Steffi Hentschel (3/1), Annika Bastians (2), Christine Bieler (1), Karin Katterbach, Lisa Gittelbauer, Vanessa Goldbeck-Höhner und Katharina Erbes.
HM